Kerzen selber herstellen – ganz einfach

Am sichersten zum Schmelzen von Paraffin ist das Wasserbad. Den Docht zieht man stramm durch 2 Finger und fädelt ihn von unten in die Kerzenform. In den Docht macht man unten einen Doppelknoten und zieht mit leichtem Zug in die Öffnungsrichtung. Somit verhindert man ein Auslaufen der Form. Bei einigen Gießformen wird eine spezielle Knetmasse zum Abdichten mitgeliefert. Den Docht knotet man an den Fixierstab, sodass er leicht angespannt ist. Bei Verwendung einer Fixiernadel kann der Docht auch durchgestochen werden. Vorsichtshalber ist es besser wenn man auf einem Tablett arbeitet, um unnötigen Schmutz zu verhindern. Die Gießform sollte auf ebener Fläche stehen und außerdem ist es ratsam die Form vor dem Umfallen zu schützen.

Wenn das Paraffin vollkommen geschmolzen ist kann es gegossen werden. Je heißer das Wachs, desto glatter die Kerzenoberfläche. Es ist jedoch Vorsicht geboten, denn nicht alle Formen vertragen Temperaturen über 80°C. Das flüssige Paraffin wird anschließend in die Form gegossen. Beim Erkalten bildet sich oben ein Krater, somit ist es notwendig heiß nachzugießen. Das Nachgießen muss unbedingt vor dem Erkalten des Paraffins gemacht werden, da sich die beiden Schichten sonst nicht mehr verbinden können.

Nach dem Erkalten wird der Knoten im Docht aufgeschnitten Anschließend muss man die Gießform vorsichtig von allen Seiten leicht drücken, damit sich die Kerze lösen kann. Danach zieht man die Kerze mit Hilfe des Dochtes aus der Form. Je nach Temperatur kann das schwerer oder leichter funktionieren. Wenn die Außentemperatur zu heiß ist kann man die Kerze vorerst in die Gefriertruhe legen, um die Kerze später leichter heraus zu holen.

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